Touren fürs Running und Hiking

Bis es wieder auf die Wettkampfstrecken geht, bin ich individuell unterwegs. Ob vor der Haustür oder im nahegelegenen Schwarzwald – Trails fürs Laufen und Wandern und zum Training sind reichlich vorhanden, die meisten dank Schwarzwaldverein oder anderen Organisationen sogar tadellos ausgeschildert. Hier findet ihr ein paar Beispiele (Fortsetzung folgt).

Schönberg-Runde

Vor den Toren Freiburgs – und vom Bahnhof bereits sichtbar – liegt der Schönberg, eine Erhebung der Vorbergzone des Schwarzwaldes und 650 Meter hoch. Von Sankt Georgen, Merzhausen oder Au lassen sich zahlreiche gut ausgeschilderte Wege auf den Gipfel finden.

 

Für Trailrunner ist der Berg ein idealer Trainings-Hausberg, denn der Höhenunterschied zum Tal beträgt 400 Meter, wenn man also eine Halbmarathon-Distanz über den Gipfel läuft, kommt man leicht auf über 500 Meter Höhendifferenz im Anstieg. Die Wege sind Feld- und Versorgungswege für die Landwirtschaft oder den Weinbau, aber auch teils anspruchsvolle Trails mit Wurzeln und Steinen.

 

Von der Gipfelgegend sieht man nicht nur das Schwarzwaldpanorama, sondern blickt auf der anderen Seite auch in die Rheinebene und bis zu den Vogesen.

 

Meine Runde betrug 17,34 Kilometer bei 531 Höhenmetern. Sie führte mich von Merzhausen nach Au, dann hinauf bis an die Waldgrenze, von wo ich den Schildern zum Gipfel gefolgt bin, um dann wieder hinunter zum Schönberger Hof (ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer und Läufer mit Außenterrasse und badischer Küche) und nach Ebringen zu gelangen. Von dort ging es durch die sonnendurchfluteten Weinberge über Leutersberg und Sankt Georgen wieder zurück nach Merzhausen.

 

Die Navigation ist unkompliziert, die Wege alle gut ausgeschildert und man hat immer wieder Ausblicke auf Freiburg, sodass man sich nie über die allgemeine Richtung im Unklaren ist.

 

Der Name scheint übrigens von „Schin“ zu kommen, was bedeutet, dass der Berg weithin sichtbar ist. Schön ist er aber natürlich auch.

 

Lauf aufs Schauinsland (1284 m ü. M.). 11 km, ca. 1.100 Hm im Anstieg

Ausgangspunkt ist der Wanderparkplatz bei dem Kloster Sankt Lioba am Ortseingang von Günterstal. Von Freiburg aus ist dieser sehr gut mit der Straßenbahn Nr. 2 erreichbar. Von dort ist das Ziel Schauinsland bereits ausgeschildert. Die Höhendifferenz beträgt ab Parkplatz gut 1.000 Höhenmeter, da es auf der Strecke zwischendrin auch mal wieder etwas bergab geht, hat man am Ende auf der Garmin etwas mehr positive Höhenmeter stehen.

 

Die Runde gibt einen schönen Eindruck vom Schwarzwald und die Wege sind gut beschildert und leicht zu finden. Mit unserem Vorschlag gelang man zunächst auf einem Baumlehrpfad (die Bäume werden erläutert und der medizinische Nutzen vieler Bäume beschrieben) zum Ausflugsziel Sankt Valentin und von dort weiter zum Kybfelsen. Hier ist die Aussicht bereits spektakulär. Danach geht es durch Wald und lichte Passagen hinauf bis zum Schauinsland. Der Untergrund besteht durchgehend aus Forststraßen und Wanderwegen. Bis Kybfelsen kann es am Wochenende sogar ziemlich voll werden, noch dazu parallel zu den Wanderwegen auch Tracks für die Mountain-Biker angelegt sind (die in diesen Kreisen sogar berühmt sind).

 

 

Nach dem Aussichtspunkt Kybfelsen wird es einsamer. Erst oben auf dem Schauinsland mit Aussichtsturm trifft man wieder Wanderer und Touris, die mit der Bahn hochgekommen sind.

 

Die Strecke beträgt ca. 11 Kilometer. Wer will, kann mit der Bahn zurückfahren und dann den Bus nach Freiburg nehmen. Runner können aber die Strecke auch zurücklaufen oder noch eine kleine Stadtrunde anschließen.

 

Belchensteig – Trailrunning + Hiking. 14 km 619 Hm

 Prämiert vom „Wandermagazin“, ist der Belchensteig ein Wanderrundweg, der über den Belchen-Gipfel (1414 m) und teilweise über den Westweg führt. Der Pfad ist hervorragend ausgeschildert, und da der Belchen auch als Ausflugsziel sowie als Skigebiet ausgebaut ist, ist das Gebiet mit zahlreichen Einkehrmöglichkeiten ausgestattet.

 

Ein Tipp für Trailrunner ist der Belchensteig zu Corona-Zeiten und/oder an Wochentagen, denn von Seilbahn bis Restaurant ist zurzeit alles geschlossen, die Parkplätze verwaist und das einsame Naturerlebnis umso größer.

 

Folgt man dem Rundkurs, kommt man auf 14,3 km. Start und Ziel ist das Westwegtor am Wiedener Eck. Die empfohlene Route sieht den langen (8 km) aber bequemeren Anstieg für die erste Hälfte der Wanderung vor.

 

Der Steig ist in beide Richtungen beschildert und begeh- oder belaufbar. Die Nordhälfte, die dem Westweg folgt, ist allerdings spannender, beinhaltet etwas mehr fordernde Steigungen und viele einmalige Aussichtspunkte. Wer will, kann nach dem Abstieg von Belchengipfel und Talstation auch wieder auf den Westweg gelangen (man bleibt kurz auf der Landstraße, auf die man nach der Talstation der Belchenbahn gelangt und biegt bei nächster Gelegenheit nach ca. 1 km leicht bergan wieder in eine Forststraße Richtung Norden ein). So erreicht man eine spannende Tour von ca. 20 km.

 

Bei Schnee kann die Gipfelregion gefährlich sein (Rutsch- und Lawinengefahr). Eine dann empfohlene alternative Route ist ausgeschildert.

 

Auch wenn die Westwegroute etwas trailiger ist, ist der Untergrund zum Running und Hiking leicht und bietet keine besonderen technischen Schwierigkeiten. Verlaufen ist ebenso kaum möglich. Dennoch ist ein schönes Berglauferlebnis garantiert.

 

belchensteig.de