Südtirol
Nach dem Ersten Weltkrieg zu Italien gekommen, ist der Teil Tirols an den Südhängen der Alpen bis heute etwas ganz Besonders. Nach vielen Konflikten ist der italienische Einfluss heute zusammen mit dem Tirolerischen zu etwas Eigenem geworden und macht die Anziehungskraft von Südtirol – Alto Adige – aus. Heute spricht man Italienisch und Deutsch und Ladinisch.
Wegen der Lage südlich des Alpenhaupt-kamms besteht die Mehrheit der Tage aus Sonnentagen – Niederschlag gibt es so wenig, dass man für die Landwirtschaft schon immer aufwendig bewässern musste.
Heute ist Südtirol ein Paradies für Outdoor-Fans … und für kulinarische Genießer.
Rosengarten Tiers
Tiers – in der Nähe von Bozen und Brixen – ist ein guter Ausgangspunkt, um den Rosengarten zu erkunden. Dabei handelt es sich um eine Bergkette der Dolomiten. Wenn sie vom Abendlicht beschienen wird, leuchtet sie rot wie ein Garten voller Rosen. Viele sehr gut ausgewiesene Wanderwege für jede Schwierigkeitsstufe bieten sich fürs Wandern und fürs Trailrunning an.
Seiser Alm
In unmittelbarer Nähe liegt auch die Seiser Alm, Europas größte Hochalm. Heute weitgehend autofrei ist die Fläche ideal zum Entspannen und Wandern. Wenn im Juni die alpinen Wiesen von der Sonne gewärmt werden und voller Blüten sind, kann einem die Seiser Alm als ein Garten Eden erscheinen. Charakteristisch ist der Zacken des Schlerns, den man von vielen Perspektiven her sehen kann.
Reschensee
Kurz hinter dem Reschenpass, über den man von Österreich nach Südtirol gelangt, kommt man an den Reschensee. Berühmt ist der aus dem See herausragende Kirchturm. Das Dorf Alt-Graun hat man geflutet, um den Staudamm zur Energiegewinnung zu errichten. Die Pläne dazu existierten bereits im faschistischen Italien, wurden nach dem Zweiten Weltkrieg aber dann schließlich realisiert. Viele Bewohner verließen ihre Heimat, denn ihr Land für die Viehhaltung war nicht mehr vorhanden. Eindringlich beschreibt Marco Balzano in seinem Buch Resto qui (Ich bleibe hier) in Romanform die Entwicklung vor dem Bau dieses Damms.
Stelvio
An der Schweizer Grenze liegt der Pass Silfser Joch – Passo dello Stelvio. Berühmt ist er durch seine Kehren, die Fans von alten Automobilen genauso bekannt sind wie Radfahrern, Profis wie Laien. Seit einiger Zeit führt auch ein Halbmarathon dort hinauf. Lässt man den Blick ins Tal schweifen, hat man gute Chancen, Raubvögeln bei ihrer Beutesuche zuzusehen. Man kann mitunter auch einen Bartgeier entdecken.